Warum ist Demut eine der wichtigsten Eigenschaften geistlicher Leiter?
Während unserer Reise hatten wir die Gelegenheit, zahlreiche Leiter großer Gemeinden kennenzulernen. Manche von ihnen tragen Verantwortung für Tausende von Menschen. Trotzdem fiel etwas auf: Die beeindruckendsten Leiter waren oft die demütigsten.
Sie sprachen selten über ihre Erfolge. Stattdessen erzählten sie von Gottes Gnade, von ihrem Team und von den Menschen, die sie geprägt haben. Sie wirkten nicht wie Stars, sondern wie Diener.
Einer der Leiter sagte sinngemäß: „Je größer der Dienst wird, desto wichtiger wird Demut. Sonst beginnt man zu glauben, dass alles von einem selbst abhängt.“
Demut bedeutet dabei nicht Unsicherheit oder mangelndes Selbstvertrauen. Im Gegenteil. Demütige Leiter kennen ihre Berufung. Aber sie wissen auch, dass sie Gott brauchen und andere Menschen brauchen.
Diese Haltung verändert den Umgang mit Kritik, Erfolg und Fehlern. Wer demütig ist, kann lernen. Wer demütig ist, kann Verantwortung abgeben. Wer demütig ist, muss nicht ständig beweisen, wie wichtig er ist.
Vielleicht erklärt das auch, warum Gott demütige Menschen so oft gebraucht. Denn geistliche Leiterschaft lebt nicht von Kontrolle, sondern von Hingabe.
Je mehr Verantwortung ein Mensch trägt, desto wichtiger wird die Fähigkeit, sich selbst nicht in den Mittelpunkt zu stellen.