Warum wachsen manche Gemeinden so stark, während andere stagnieren?
Während unserer Studienreise durch Brasilien haben wir Gemeinden besucht, die in den letzten Jahren tausende Menschen erreicht haben. Natürlich gibt es dafür nicht nur einen einzigen Grund. Dennoch fiel auf, dass fast alle Leiter immer wieder auf dieselben Prinzipien zurückkamen.
Interessanterweise sprach kaum jemand zuerst über moderne Technik, bessere Gebäude oder besonders kreative Programme. Stattdessen ging es immer wieder um Menschen. Die entscheidende Frage lautet nicht: „Wie können wir eine bessere Veranstaltung anbieten?“, sondern: „Wie können wir Menschen helfen, Jesus nachzufolgen und andere Menschen zu erreichen?“
In vielen Gemeinden wird jedes Mitglied als Mitarbeiter im Reich Gottes gesehen. Man erwartet nicht, dass wenige Leiter die Arbeit erledigen, während die anderen zuschauen. Vielmehr wird jeder Christ ermutigt, Verantwortung zu übernehmen, Beziehungen zu bauen und Menschen auf ihrem Weg mit Jesus zu begleiten.
Dadurch entsteht eine Kultur, in der Wachstum nicht nur am Sonntag stattfindet. Neue Menschen werden im Alltag erreicht. Freundschaften werden zu Orten der Evangelisation. Kleine Gruppen werden zu Räumen der Jüngerschaft. Aus Teilnehmern werden Mitarbeiter und aus Mitarbeitern werden Leiter.
Vielleicht ist genau das einer der größten Unterschiede: Diese Gemeinden konzentrieren sich nicht primär auf Wachstum, sondern auf Jüngerschaft. Und dort, wo Menschen zu Jüngern werden, entsteht Wachstum oft ganz natürlich.