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Changed Lives|Jünger Machen
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Wie bleibt eine Gemeinde mit 30.000 Menschen persönlich?

Gefragt von Anonym·Beantwortet von Jürgen Justus

Von außen betrachtet scheint es fast unmöglich. Wie soll eine Gemeinde mit zehntausenden Menschen persönlich bleiben?

Die Antwort, die wir in Brasilien immer wieder hörten, lautet: Sie bleibt nicht durch Größe persönlich, sondern durch kleine Gemeinschaften.

Niemand kann eine Beziehung zu 30.000 Menschen haben. Aber jeder kann Teil einer Gruppe von zehn oder fünfzehn Menschen sein.

Deshalb investieren diese Gemeinden enorme Energie in ihre Zellgruppenstruktur. Die große Feier am Sonntag wird ergänzt durch kleine Gemeinschaften unter der Woche. Dort kennt man die Namen der Menschen. Dort kennt man ihre Geschichten. Dort wird gemeinsam gebetet und einander geholfen.

Interessanterweise betrachten viele Leiter die Zellgruppen nicht als Zusatzangebot, sondern als eigentliche Gemeinde. Der Gottesdienst bringt die Gemeinde zusammen. Die Zellgruppen machen die Gemeinde persönlich.

Das erklärt auch, warum die Gemeinden trotz ihres Wachstums ihre Kultur bewahren können. Menschen verschwinden nicht in der Masse. Sie werden Teil einer geistlichen Familie.

Je größer die Gemeinde wird, desto wichtiger werden kleine Gemeinschaften. Nicht trotz des Wachstums, sondern gerade wegen des Wachstums.