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Changed Lives|Jünger Machen
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Wie schafft man eine Kultur, in der jeder Christ ein Mitarbeiter ist?

Gefragt von Anonym·Beantwortet von Jürgen Justus

In vielen Gemeinden gibt es eine klare Trennung zwischen den „Aktiven“ und den „Besuchern“. Einige wenige tragen die Verantwortung, während die Mehrheit konsumiert. Auf unserer Studienreise haben wir Gemeinden erlebt, die bewusst eine andere Kultur fördern.

Dort wird jeder Christ als von Gott berufen betrachtet. Nicht nur Pastoren, Prediger oder Zellgruppenleiter haben einen Auftrag. Jeder Nachfolger Jesu kann Menschen begleiten, beten, dienen, evangelisieren und andere fördern.

Diese Kultur entsteht allerdings nicht durch Appelle von der Kanzel. Sie wird gelebt. Neue Christen werden von Anfang an ermutigt, ihren Glauben weiterzugeben. Wer etwas lernt, soll es mit anderen teilen. Wer Hilfe erfahren hat, soll anderen helfen. Wer begleitet wurde, soll irgendwann selbst begleiten.

Auffällig war, dass viele Leiter weniger über Positionen und mehr über Verantwortung sprachen. Die Frage lautet nicht: „Welches Amt hast du?“, sondern: „Wem dienst du?“

Dadurch verändert sich die gesamte Gemeinde. Menschen kommen nicht nur, um versorgt zu werden, sondern um Teil der Mission Gottes zu sein.

Eine Gemeinde wird stark, wenn ihre Mitglieder erkennen, dass sie nicht Zuschauer, sondern Mitarbeiter im Reich Gottes sind.