Menschen zu Jüngern machen
Die Frage nach dem Warum, Was und Wie
Jeder einzelne Gläubige ist ein Verwalter dessen, was Gott ihm anvertraut hat. JEDER Gläubige hat den Ruf, Menschen zu Jüngern zu machen. Bild vom Abgrund: Alle stehen Arm in Arm zusammen und halten die riesige Menschenmenge auf, die auf den Abgrund zu rennt. Alle, die vor der Klippe gerettet werden, werden sofort zu Menschen, die andere retten. Je mehr Menschen gerettet werden, desto mehr Menschen können durch sie gerettet werden. Es gibt keine Zuschauer.
Die Gemeinde erbaut Menschen und sendet sie aus.
Wer oder was ist die Gemeinde? Du und ich. Und wir gehen raus aus dem Gebäude, um die Welt zu segnen und zu retten. Das ist die DNA der Gemeinde.
Vision (warum?)
Danach sah ich eine riesige Menschenmenge aus allen Stämmen und Völkern, Menschen aller Sprachen und Kulturen; es waren so viele, dass niemand sie zählen konnte. In weiße Gewänder gehüllt, standen sie vor dem Thron Gottes und riefen mit lauter Stimme: »Das Heil kommt von unserem Gott!«
Offenbarung 7,9
Mission (was haben wir zu tun?)
Jesus trat auf seine Jünger zu und sagte: »Mir ist alle Macht im Himmel und auf der Erde gegeben. Darum geht zu allen Völkern und macht die Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Und seid gewiss: Ich bin jeden Tag bei euch, bis zum Ende der Welt.«
Matthäus 28,18-20
Strategie (wie machen wir das?)
Sie blieben beständig in der Lehre der Apostel und in der Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet. Alle, die gläubig geworden waren, waren beieinander und hatten alle Dinge gemeinsam. Sie verkauften Güter und Habe und teilten sie aus unter alle, je nachdem es einer nötig hatte. Und sie waren täglich einmütig beieinander im Tempel und brachen das Brot hier und dort in den Häusern, hielten die Mahlzeiten mit Freude und lauterem Herzen und lobten Gott.
Apostelgeschichte 2,42-46
Beten
Essen
Gemeinschaft
Lehre
Von Haus zu Haus treffen
Teilen, was sie hatten
Konsequenzen
Es kam aber Furcht über alle, und es geschahen viele Wunder und Zeichen durch die Apostel, und fanden Wohlwollen beim ganzen Volk. Der Herr aber fügte täglich zur Gemeinde hinzu, die gerettet wurden.
Apostelgeschichte 2,47
Ermutigung zum Anfangen
1. Mut zum Risiko – was kann uns schon passieren?
Erfolg ist oft unerreichbar, wenn wir uns vor einem möglichen Scheitern fürchten. Wir können keine besseren Wege finden, Dinge zu tun, wenn wir uns davor scheuen, Neues auszuprobieren.
Misserfolge sind ein natürlicher Teil des Lebens. Wir sollten keine Angst vor ihnen haben. „Der größte Fehler im Leben ist es, ständig die Angst vor einem Fehler zu haben.“
Aus Fehlern können wir lernen, obwohl sie schmerzhaft sein können. Man wird nicht klüger, wenn man sie nicht begeht. Es erinnert an die Geschichte eines jungen Mannes, der seinen alten Chef um Rat bat, nachdem er zum Nachfolger ernannt worden war. Der Chef gab ihm zwei wichtige Worte mit auf den Weg: „Richtige Entscheidungen.“ Der junge Mann fragte, wie man die richtigen Entscheidungen trifft, woraufhin der Chef antwortete: „Erfahrung.“ Der junge Mann bedankte sich und fragte, wie man Erfahrungen sammelt, woraufhin der Chef lächelte und sagte: „Falsche Entscheidungen.“
Petrus auf dem Wasser
Die Geschichte von Petrus, der auf dem Wasser zu Jesus geht, lehrt uns eine wichtige Lektion. Als Jesus ihm erlaubte, auf dem Wasser zu gehen, wagte Petrus es, aus dem Boot zu treten und es zu versuchen. Das allein ist bewundernswert, denn er zeigte Mut und Glauben.
Allerdings begann er zu zweifeln, als er die Widrigkeiten um sich herum sah, den Wind und die Wellen. Aber trotz seines vorübergehenden Scheiterns streckte Jesus sofort die Hand aus, um ihn zu retten, und forderte ihn auf, seinen Glauben zu stärken.
Genau wie Petrus sollten auch wir den Mut haben, aus unserer Komfortzone herauszutreten und etwas Neues zu versuchen. Es ist besser, es zu versuchen und zu scheitern, als überhaupt nichts zu unternehmen. Fehler sind Lektionen, aus denen wir lernen können. Wir wachsen und entwickeln uns am meisten, wenn wir mutig vorwärtsgehen, aus unseren Fehlern lernen und es immer wieder versuchen. Der Schlüssel liegt darin, den Glauben an sich selbst und an die Führung Gottes aufrechtzuerhalten, selbst wenn wir stolpern.
2. Mut zur Teamarbeit – jeder ist enorm wichtig und wird gebraucht!
Der Fischzug
Als Jesus eines Tages am See Genezareth predigte, drängten sich viele Menschen um ihn, die alle das Wort Gottes hören wollten. Er bemerkte zwei leere Boote am Ufer. Die Fischer hatten sie liegen lassen und reinigten gerade ihre Netze. Jesus stieg in eines der Boote und bat Simon, vom Ufer abzustoßen. Dann lehrte er die Menge vom Boot aus. Als er mit seiner Predigt fertig war, sagte er zu Simon: »Nun fahr weiter hinaus und wirf dort deine Netze aus, dann wirst du viele Fische fangen.« »Meister«, entgegnete Simon, »wir haben die ganze letzte Nacht hart gearbeitet und gar nichts gefangen. Aber wenn du es sagst, werde ich es noch einmal versuchen.« Diesmal waren ihre Netze so voll, dass sie zu reißen begannen! Sie riefen nach ihren Gefährten in dem anderen Boot, und bald darauf waren beide Boote so voller Fische, dass sie unterzugehen drohten. Als Simon Petrus begriff, was da geschehen war, fiel er vor Jesus auf die Knie und sagte: »Herr, kümmere dich nicht weiter um mich – ich bin ein zu großer Sünder, um bei dir zu sein.« Denn beim Anblick des überreichen Fangs hatte ihn Ehrfurcht erfasst, und den anderen ging es genauso. Jesus sagte zu Simon: »Hab keine Angst! Von jetzt an wirst du Menschen fischen!« Und sobald sie am Ufer angelegt hatten, ließen sie alles zurück und folgten Jesus nach.
Lukas 5,1-11
Als Team evangelisieren
Die Analogie der Fischer, die mit Netzen zusammenarbeiten, um Fische zu fangen, ist eine kraftvolle Metapher für die Evangelisation in der Gemeinschaft. Jesus rief seine Jünger dazu auf, Menschenfischer zu sein, und dies bedeutet, dass wir als Gläubige zusammenarbeiten sollten, um das Evangelium zu verbreiten.
In der Tat ist das Zellgruppensystem ein gutes Beispiel für diese Zusammenarbeit. Jeder in der Gruppe spielt eine wichtige Rolle, und gemeinsam können sie mehr Menschen erreichen als Einzelne alleine. Die Gemeinschaft und Liebe, die in solchen Gruppen sichtbar werden, sind oft anziehend für Nicht-Christen und können dazu beitragen, dass sie Jesus in einem authentischen und praktischen Kontext sehen.
Die Betonung der Liebe unter den Gläubigen, wie von Jesus in Johannes 17,23 erwähnt, ist von entscheidender Bedeutung. Die Art und Weise, wie Christen einander lieben und unterstützen, hat einen großen Einfluss auf die Außenwelt und kann Menschen dazu ermutigen, an Jesus zu glauben.
Die Botschaft hier ist klar: Evangelisation ist keine isolierte Aktivität, sondern eine gemeinschaftliche Anstrengung, bei der Gläubige zusammenarbeiten, um das Evangelium zu verbreiten und die Liebe Jesu in die Welt zu tragen. Gott zieht Nicht-Christen oft an, wenn sie sehen, dass Gläubige in Liebe zueinander stehen.
3. Mut zum gemeinsamen Essen – Essen schafft Gemeinschaft
Die Hauskirchen der frühen Kirche folgten dem Beispiel von Jesus, der einen Großteil seiner Zeit auf der Erde mit Essen und Gemeinschaft mit Menschen verbrachte. Das Lukas-Evangelium ist reich an Geschichten über Jesus, der Mahlzeiten mit Menschen einnimmt:
In Lukas 5 isst Jesus mit Zöllnern und Sündern im Haus von Levi (Lukas 5,29-32).
In Lukas 7 wird Jesus während einer Mahlzeit von einer Frau im Haus von Simon dem Pharisäer gesalbt (Lukas 7,36-50).
In Lukas 9 speist Jesus die Fünftausend (Lukas 9,10-36).
In Lukas 10 isst Jesus im Haus von Maria und Martha (Lukas 10,38-42).
In Lukas 14 erzählt Jesus das Gleichnis vom großen Festmahl, in dem er die Menschen ermutigt, die Armen einzuladen anstatt nur ihre Freunde (Lukas 14,7-24).
In Lukas 22 lesen wir von Jesu letztem Abendmahl (Lukas 22,14-23).
Tatsächlich gibt es im gesamten Lukas-Evangelium viele Hinweise auf Essen und Mahlzeiten. Essen war für Jesus ein Mittel, um Gemeinschaft zu schaffen. Gemeinsames Essen hat die Fähigkeit, Barrieren abzubauen und die Herzen der Menschen füreinander zu öffnen. Es ist ein kraftvolles Werkzeug zur Förderung von Gemeinschaft und Zusammengehörigkeit.
4. Mut zum Gebet und Fasten – wir sind nicht zum Erfolg verdammt
Vergesst nicht zu beten und zu fasten, insbesondere wenn wir noch keinen Durchbruch erleben:
In einer verletzenden und verletzten Welt braucht Jesus unser Gebet.
Verletzte Menschen brauchen eine Begegnung mit ihm.
Regierungen benötigen göttliche Orientierung.
Menschen brauchen Heilung.
Pastoren und geistliche Führer benötigen den Frieden Gottes im Sturm.
Jesus verdient nach wie vor unser Lob, unsere Zeit und unsere Gemeinschaft.
Du brauchst seinen Frieden, besonders in schwierigen Zeiten.
Deine Familie benötigt göttlichen Schutz.
Nachdem du gebetet hast, gehe in der Kraft des Heiligen Geistes voran und erlebe, wie Gottes Wunder, Heilung und Liebe „über alles hinausgehen, was wir bitten oder denken können“.
Als Christen können wir den Status quo herausfordern, indem wir beharrlich für die Errettung unserer ungläubigen Freunde beten. Das inbrünstige Gebet ist eines der wirksamsten Mittel, um Menschen für Christus zu gewinnen. Beter sollten Paulus' Worte aus Kolosser 4,2 beherzigen: „Ihr sollt euch dem Gebet widmen, wachsam und dankbar sein.“ Wenn wir sehen wollen, wie unsere Freunde, Familie, Nachbarn und Kollegen für Christus gewonnen werden, müssen wir beten.
Die Erlösung ist oft ein geistlicher Kampf, da Satan die Gedanken der Ungläubigen verblendet. Wie in 2. Korinther 4,4 erwähnt, kann nur das Gebet den Griff des Feindes brechen. Paulus betont in Epheser 6,12, dass unser Kampf nicht gegen Menschen, sondern gegen die bösen Mächte und Gewalten der unsichtbaren Welt gerichtet ist. Satan fürchtet sich davor, dass wir geistlich wachsen und unsere Verantwortung als Salz und Licht in unserer Umgebung wahrnehmen. Wenn wir beten, fasten und in der Kraft des Heiligen Geistes handeln, setzen wir uns gegen die Kräfte der Finsternis zur Wehr und tragen dazu bei, Menschen für Christus zu gewinnen.
Jesus ist Sieger; und der in uns lebt, ist größer als der, der in der Welt ist!
Gott antwortet auf Gebete, jedoch zu seiner eigenen Zeit. Es kann oft länger dauern, als wir es uns wünschen, da Gott sich nicht an unsere Zeitpläne hält, wie 2. Petrus 3,8-10 uns lehrt. Ein Tag für den Herrn ist wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie ein Tag. Er verzögert seine verheißene Wiederkehr nicht, um Geduld mit uns zu haben, denn er wünscht sich, dass niemand verloren geht, sondern dass alle Buße tun und zu ihm umkehren. Der Tag des Herrn wird jedoch unerwartet kommen wie ein Dieb.
Gebet und Fasten sind nicht nur Mittel, um die Tür für die Rettung von Menschen zu öffnen, sondern sie erinnern uns auch daran, für diejenigen zu beten, die noch ohne Jesus leben. Hier sind einige Möglichkeiten, für Ungläubige zu beten:
Betet für eure nichtchristlichen Freunde, Familienmitglieder und Kollegen, dass sie aus der Dunkelheit ins Licht von Jesus kommen.
Betet um persönliche Kühnheit, damit ihr nicht eingeschüchtert werdet.
Betet um göttlich angeordnete Begegnungen und Kontakte.
Betet um Schutz, Sicherheit und Vertrauen für die Menschen, die gerettet werden sollen.
Betet inbrünstig gegen jeden Angriff des Feindes auf diese Personen.
Betet dafür, dass Gott ihnen ein Verlangen nach Jesus Christus schenkt, Hindernisse beseitigt werden, die sie von der Annahme Jesu abhalten, und dass der Heilige Geist Jesus für sie real werden lässt.
Es ist wichtig zu erkennen, dass Gott auch für die deutschen Christen wichtigere Ziele hat als nur die Erfüllung täglicher Verpflichtungen und gelegentliche soziale Aktivitäten wie Essen gehen.
Gott hat ein übergeordnetes Ziel für unser Leben, das uns Sinn und Zweck gibt.
Dieses Ziel besteht darin, Menschen für Jesus zu gewinnen, was unsere eigentliche Lebensaufgabe ist.
Die beste Möglichkeit, dieses Ziel zu erreichen, besteht darin, in einer Gemeinschaft oder einem Team zu arbeiten.
Wir sollten alles daran setzen, dieses Ziel zu erreichen, indem wir uns dafür einsetzen.
Da wir nicht wissen, was die Zukunft bringt, sollten wir unser Ziel verfolgen, solange wir die Möglichkeit dazu haben, da unsere Zeit begrenzt ist.
Insgesamt ermutigt diese Perspektive uns dazu, unser Leben bewusst für das Evangelium und die Rettung von Seelen einzusetzen, indem wir beten, handeln und in Gemeinschaft arbeiten.
Geht zu allen Völkern und macht sie zu Jüngern. Tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes und lehrt sie, alle Gebote zu halten, die ich euch gegeben habe. Und ich versichere euch: Ich bin immer bei euch bis ans Ende der Zeit.«
Matthäus 28,19-20
Regelmäßigkeit und langer Atem
Die Regelmäßigkeit und Ausdauer sind von entscheidender Bedeutung, wenn es darum geht, Zellgruppen erfolgreich zu führen. Das Ziel ist, dass die Zellgruppentreffen wöchentlich und an einem festen Ort stattfinden. Es erfordert Geduld und einen langen Atem, um eine erfolgreiche Gruppe aufzubauen und aufrechtzuerhalten.
Es ist wichtig zu betonen, dass Rückschläge oder Schwierigkeiten auftreten können, und es ist völlig in Ordnung, wenn eine Zellgruppe vorübergehend nicht wie gewünscht funktioniert. In solchen Fällen ist es ratsam, in Absprache mit einem Coach oder Mentor die Situation zu bewerten und möglicherweise eine Zellgruppe neu zu organisieren oder neu zu starten. Das Wichtigste ist, nicht aufzugeben und das Ziel, Menschen in der Gemeinschaft und im Glauben zu fördern, weiterhin im Blick zu behalten. Mit Geduld und Entschlossenheit kann eine Zellgruppe über die Zeit hinweg wachsen und fruchtbar sein.
Coaching
Die Coachingtreffen sind für uns als Zellgruppenleiter von unschätzbarem Wert. Sie sind nicht nur verpflichtend, sondern auch eine wertvolle Gelegenheit, uns gegenseitig zu ermutigen und voneinander zu lernen.
In diesen Treffen erleben wir Gemeinschaft und Verbundenheit, während wir uns in unserer wichtigen Aufgabe, Zellgruppen zu leiten, unterstützen. Wir teilen Erfahrungen, Höhen und Tiefen, und wir stärken uns gegenseitig in unserem Dienst für die Gemeinde und für Gott.
Die Coachingtreffen sind ein Ort des Wachstums, der Inspiration und des Lernens. Hier haben wir die Möglichkeit, von erfahrenen Mentoren zu lernen, bewährte Praktiken zu entdecken und uns gegenseitig mit frischen Ideen und Perspektiven zu bereichern.
Lasst uns diese Treffen als eine Quelle der Motivation und Stärkung betrachten. Sie sind der Schlüssel dazu, unsere Zellgruppenarbeit auf ein neues Level zu heben und noch effektiver zu gestalten. Gemeinsam können wir Gottes Werk voranbringen und Menschen in unserer Umgebung für den Glauben gewinnen.
Sendung
Bleibt in mir und ich in euch. Wie die Rebe keine Frucht bringen kann aus sich selbst, wenn sie nicht am Weinstock bleibt, so auch ihr nicht, wenn ihr nicht an mir bleibt. Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun. Wenn ihr in mir bleibt und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren. Darin wird mein Vater verherrlicht, dass ihr viel Frucht bringt und werdet meine Jünger. Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt, auf dass, worum ihr den Vater bittet in meinem Namen, er's euch gebe.
Johannes 15