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Changed Lives|Jünger Machen
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Teil 2 von 8

Der Beginn des neuen Lebens: Die Umkehr zu Jesus Christus.

2. Der Beginn des neuen Lebens: Die Umkehr zu Christus

Wenn wir uns auf die theoretische Fahrprüfung vorbereiten, haben wir die Möglichkeit etwas über „Umkehr“ zu lernen – beim Fahren einer Kurve. Eine Kurve zu fahren heißt: „einen Bogen zu fahren, entweder nach links oder nach rechts, um damit die ursprüngliche Richtung des Fahrzeugs zu verändern“. Es gibt Verkehrszeichen, die es uns erlauben nach links oder nach rechts abzubiegen. Andere Verkehrszeichen lassen gar keine andere Möglichkeit zu. Andere verbieten es einem, links abzubiegen. Andere Schilder zeigen einem, dass es hier die Möglichkeit gibt eine 180°-Wende zu fahren. Letztere sind vor allem dann hilfreich, wenn man falsch gefahren ist und umkehren muss. In solchen Fällen ist eine 180°-Wende notwendig.

Frage: Hast du schon einmal erlebt, dass du als Autofahrer falsch gefahren bist, und eine 180°-Wende fahren musstest? Erzähle den anderen in der Gruppe, wie dies passieren konnte.

Die Umkehr zu Christus ist ähnlich, wie eine 180°-Wende im Straßenverkehr. Während wir in eine Richtung fahren, bemerken wir auf einmal, dass wir in die falsche Richtung unterwegs sind. In dieser Situation ist das Hinweisschild, was uns zeigt, dass es eine Möglichkeit gibt unsere Route zu ändern, das Evangelium von Jesus in der Bibel. Im Evangelium bekommen wir Anweisungen, wie wir diese Umkehr in unserem Leben umsetzen können.

Frage: Wenn du schon zu Christus umgekehrt bist, in welcher Situation in deinem Leben hast du gemerkt, dass du in die falsche Richtung unterwegs warst?

Umkehr zu Christus besteht aus zwei Elementen:

  1. Der Glaube an Jesus.

  2. Die Buße von Sünde.

Man kann es in folgender Gleichung darstellen:

Umkehr zu Christus = Glaube an Jesus + Buße von Sünde

1. Der Glaube an Jesus

Was ist Glaube für dich?

Menschen aus westlichen Zivilisationen denken im Allgemeinen, dass Glaube an Jesus bedeutet, zu glauben, dass er existiert und dass seine Geschichte wahr ist. Das ist nicht falsch, aber es ist unvollständig. Zu glauben, ist mehr als das. Zu glauben bedeutet: IN EINE BEZIEHUNG HINEINTRETEN.

Glaube ist Vertrauen. An Jesus zu glauben bedeutet, ihm soweit zu vertrauen, dass man sich ihm völlig ausliefert. Es genügt nicht, nur zu sagen, dass man vertraut. Es ist ebenso notwendig, ihm sein ganzes Leben, sich selbst ihm zu übergeben. In Psalm 37,5 steht: „Lass den Herrn deinen Weg bestimmen, vertrau auf ihn, und er wird handeln.“ Bist du eine Person des Glaubens?

Wer ist Jesus für dich?

Jesus, der Mann aus Nazareth, ist Gott und Mensch. Er stellt die Verbindung zwischen Gott und den Menschen her. So lesen wir es in der Bibel, dem Buch, welches die Grundlage für ein neues Leben in Christus bildet. Der Apostel Paulus, inspirierter Autor vieler Bücher der Bibel, schreibt an seinen Sohn im Glauben Timotheus:

Denn es gibt nur einen Gott und nur einen Vermittler zwischen Gott und den Menschen: Das ist Jesus Christus, der Mensch wurde und sich selbst als Lösegeld für alle ausgeliefert hat. Damit wurde zur rechten Zeit das Zeugnis erbracht, dass Gott die Menschen retten will.

1. Timotheus 2,5-6

Jesus sagte dazu:

Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich.

Johannes 14,6

Der Grund an Jesus zu glauben ist, dass er der einzige Weg für die Menschheit ist, die Beziehung zu Gott wiederherzustellen.

Warum ist das nötig?

Das könnte jemand fragen. „Sind wir nicht alle Kinder Gottes?“ Die Antwort auf diese letzte Frage ist leider NEIN. Aufgrund der Sünde haben die Menschen den Zugang zu Gott verloren. Paulus bestätigt:

Denn alle haben gesündigt und die Herrlichkeit Gottes verloren.

Römer 3,23

In Jesus liegt die Lösung für dieses Problem. Der Glaube an Jesus macht uns zu Kindern Gottes und stellt die Beziehung zu ihm wieder her. Johannes, einer der 12 Apostel, schreibt in seinem Evangelium:

Doch allen, die ihn aufnahmen und an seinen Namen glaubten, gab er das Recht, Kinder Gottes zu werden.

Johannes 1,12

2. Die Buße von Sünde

Was bedeutet Buße für dich?

Die meisten Menschen denken, dass Buße eine Entschuldigung ist. Wenn jemand etwas Falsches tut, kann er/sie sagen: „Es tut mir so leid, was ich getan habe“, was dann bedeutet, dass die Person traurig darüber ist, etwas Falsches getan zu haben. Das ist nicht komplett falsch, aber es ist nicht genau das, was die Bibel darunter versteht.

Was sind die Unterschiede zwischen Buße und Reue?

Im Griechischen, der Sprache, in der das Neue Testament verfasst wurde, steht für das Wort Buße das griechische Wort METANOIA. Man kann dieses aufteilen in die Teile „meta“ und „noia“. „Meta“, welches beispielsweise auch im Wort Metamorphose vorkommt, bedeutet Transformation oder Veränderung. „Noia“, wie im Wort Paranoia bedeutet Verstand oder Geist. Deshalb kann man das Wort Metanoia übersetzen mit „Transformation des Geistes“, oder „Sinnesänderung“. Der Apostel Paulus schreibt dazu in einem seiner Briefe:

Und richtet euch nicht nach den Maßstäben dieser Welt, sondern lasst die Art und Weise, wie ihr denkt, von Gott erneuern und euch dadurch umgestalten, sodass ihr prüfen könnt, ob etwas Gottes Wille ist – ob es gut ist, ob es Gott gefallen würde und ob es zum Ziel führt!

Römer 12,2

Nach Paulus fördert die Veränderung des Sinns eine Veränderung des Lebens. Das ist Buße. Der Apostel Paulus gibt uns ein Beispiel für diese Transformation in seinem Brief an die Kirche in Ephesus:

Dann wurdet ihr aber auch gelehrt, nicht mehr so weiterzuleben, wie ihr bis dahin gelebt habt, sondern den alten Menschen abzulegen, der seinen trügerischen Begierden nachgibt und sich damit selbst ins Verderben stürzt. Und ihr wurdet gelehrt, euch in eurem Geist und in eurem Denken erneuern zu lassen und den neuen Menschen anzuziehen, der nach Gottes Bild erschaffen ist und dessen Kennzeichen Gerechtigkeit und Heiligkeit sind, die sich auf die Wahrheit gründen. Darum legt alle Falschheit ab und haltet euch an die Wahrheit, wenn ihr miteinander redet. Wir sind doch Glieder ein und desselben Leibes! Wenn ihr zornig seid, dann versündigt euch nicht. Legt euren Zorn ab, bevor die Sonne untergeht. Gebt dem Teufel keinen Raum ´in eurem Leben`! Wer bisher ein Dieb gewesen ist, soll aufhören zu stehlen und soll stattdessen einer nützlichen Beschäftigung nachgehen, bei der er seinen Lebensunterhalt mit Fleiß und Anstrengung durch eigene Arbeit verdient; dann kann er sogar noch denen etwas abgeben, die in Not sind. Kein böses Wort darf über eure Lippen kommen. Vielmehr soll das, was ihr sagt, gut, angemessen und hilfreich sein; dann werden eure Worte denen, an die sie gerichtet sind, wohl tun. Und tut nichts, was Gottes heiligen Geist traurig macht! Denn der Heilige Geist ist das Siegel, das Gott euch im Hinblick auf den Tag der Erlösung aufgedrückt hat, ´um damit zu bestätigen, dass ihr sein Eigentum geworden seid`. Bitterkeit, Aufbrausen, Zorn, wütendes Geschrei und verleumderisches Reden haben bei euch nichts verloren, genauso wenig wie irgendeine andere Form von Bosheit. Geht vielmehr freundlich miteinander um, seid mitfühlend und vergebt einander, so wie auch Gott euch durch Christus vergeben hat.

Epheser 4,22-32

Aufgabe: Umkreise im Text alle Worte und Ausdrücke, die auf Buße hinweisen.

Buße bedeutet Lebensveränderung. Etwas sehr Wichtiges muss klar sein: Die Buße von Sünde erzeugt nicht den Glauben an Christus, der zur Errettung führt, es ist der Glaube, der Buße erzeugt. Eine Person wird nicht gerettet, weil sie ein gutes und gottgefälliges Leben geführt hat. Nein. Eine Person wird durch den Glauben an Jesus Christus gerettet, und dieser Glaube führt dazu, dass sie ihre Sünden bereut. Paulus schrieb an die Epheser:

Denn durch die Gnade seid ihr gerettet worden aufgrund des Glaubens. Dazu habt ihr selbst nichts getan, es ist Gottes Geschenk und nicht euer eigenes Werk. Denn niemand soll sich etwas auf seine guten Taten einbilden können.

Epheser 2,8-9

Noch ein anderer Punkt muss klargestellt werden: Echter Glaube an Christus erzeugt echte Buße. Genauso, wie es keine Buße ohne Glauben gibt, gibt es keinen Glauben ohne Buße. Es sind zwei Seiten derselben Medaille. Es reicht nicht aus, dass jemand sagt, er glaube an Christus. Dieser Glaube zeigt sich, wenn er echt ist, in einer Veränderung des Lebens. Johannes der Täufer, der Prophet, der vor Jesus kam, sagte zu den religiösen Führern seiner Zeit:

Als Johannes viele von den Pharisäern und Sadduzäern zu seiner Taufstelle kommen sah, sagte er: "Ihr Schlangenbrut! Wer hat euch eingeredet, dass ihr dem kommenden Zorngericht Gottes entgeht? Bringt Früchte hervor, die zeigen, dass ihr eure Einstellung geändert habt!"

Matthäus 3,7-8

Jakobus, ein Bruder und Jünger von Jesus, schrieb:

Was für einen Wert hat es, liebe Geschwister, wenn jemand behauptet, Glauben zu haben, aber keine Werke aufweisen kann. Kann solcher Glaube ihn etwa retten? Stellt euch vor, jemand von euren Brüdern oder Schwestern hat nicht genug anzuziehen und zu essen. Und dann sagt einer von euch zu ihnen: "Lasst es euch gut gehen! Hoffentlich könnt ihr euch warm anziehen und habt genug zu essen!", aber er gibt ihnen nicht, was sie zum Leben brauchen. Was nützt ihnen das? Genauso ist es mit einem Glauben, der keine Werke aufweist. Für sich allein ist er tot. Aber es könnte jemand sagen: "Der eine hat eben Glaube und der andere Werke." Zeig mir doch einmal deinen Glauben, wenn du keine Werke vorweisen kannst. Und ich werde dir meinen Glauben aus meinen Werken beweisen. Du glaubst, dass es nur einen Gott gibt. Gut! Aber die Dämonen glauben das auch – und zittern vor Angst. Du gedankenloser Mensch! Willst du nicht begreifen, dass der Glaube ohne Werke unbrauchbar ist? Wurde unser Stammvater Abraham nicht wegen seines Handelns als gerecht betrachtet – eben, weil er Isaak, seinen Sohn, auf den Opferaltar legte? Du siehst also: Der Glaube wirkte mit seinem Tun zusammen. Erst durch das Tun wurde der Glaube vollendet. Erst so erfüllte sich das Wort der heiligen Schrift: "Abraham glaubte Gott, und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet." Er wurde sogar "Freund Gottes" genannt. Ihr seht also, dass ein Mensch durch seine Taten gerecht gesprochen wird und nicht aus Glauben allein. Wurde nicht sogar die Hure Rahab aufgrund ihrer Taten gerecht gesprochen? Denn sie nahm die Boten auf und ließ sie auf einem anderen Weg entkommen. Genauso wie der Körper ohne Geist tot ist, so ist auch der Glaube ohne Werke tot.

Jakobus 2,14-26

Lasst uns zusammenfassen, was wir bis jetzt gelernt haben:

Hast du dich jemals zu Christus bekehrt / bist zu ihm umgekehrt? Wenn das echt war, und Umkehr eine Veränderung der Richtung ist, kannst du drei Zeitpunkte in deinem Leben benennen:

  • Einen vor der Bekehrung,

  • den Moment der Bekehrung

  • und die Zeit nach der Bekehrung.

Bekehrung ist eine einzigartige Aktion, bei der man der Sünde in Buße den Rücken kehrt und sich im Glauben Jesus zuwendet!

Wenn dies nicht der Fall ist, willst du das jetzt tun? Du musst nur vertrauen und dich selbst an Jesus übergeben, der als Einziger die Beziehung zu Gott wiederherstellen kann, indem du weißt und bekennst, dass du ein Sünder bist und seine Vergebung brauchst.

Hausaufgabe

Schreibe das Zeugnis deiner Bekehrung auf. Du hast Zeit bis zur Lektion 5. Nutze dafür die Vorlage auf der nächsten Seite. Wir möchten die Geschichte deiner Bekehrung kennenlernen. Deswegen bekommst du die kleine Hausaufgabe, dein Zeugnis aufzuschreiben. Du solltest dafür die Vorlage auf der nächsten Seite nutzen und sie demjenigen abgeben, der Lektion 5 unterrichtet. Wenn du Hilfe brauchst, dann hilft dir dein Zellgruppenleiter gerne.

Das Zeugnis meiner Bekehrung zu Christus

Vorlage mit den Angaben Name, Zellgruppen-Leiter und Gemeinde/Kirche, gegliedert in drei Teile:

  1. 1. Vor der Bekehrung – Wie war dein Leben, bevor du Jesus kanntest? Tipp: Nimm dir dafür nicht allzu viel Zeit. Gib den falschen Dingen, die du getan hast, nicht zu viel Wert.

  2. 2. Meine Bekehrung – Welche Situation brachte dich dazu, Jesus kennenzulernen? Wie war der Prozess? Tipp: Erzähle über die Details, wie Namen, Daten, Orte etc.

  3. 3. Nach der Bekehrung – Wie ist dein Leben verlaufen, seit du Jesus kennst? Was hat sich verändert? Tipp: Dies ist der wichtigste Teil. Das interessiert die Leute am meisten.