Warum bin ich hier?
Was ist der Sinn / das Ziel des Lebens für dich? Wähle eine der folgenden Optionen:
a) Persönliche Verwirklichung
b) Frieden
c) Freude
d) Familie
e) Karriere
f) Anderes, was?
Das Problem bei den o.g. Optionen ist, dass sie unserer Sichtweise entsprechen, nicht aber Gottes Sichtweise. Wenn wir wissen wollen, was das Ziel des Lebens ist, müssen wir beim Ursprung des Lebens suchen: GOTT.
Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
1. Mose 1,1
Alle Lebewesen hält er in der Hand, den Menschen gibt er ihren Atem.
Hiob 12,10
Wenn die Suche nach dem Sinn / Ziel des Lebens mit Gott beginnt, wie sollten wir dann die folgenden Fragen richtig stellen?
Ich – oder – Gott?
Statt zu fragen „Was möchte ich werden / sein?“, „Was soll ich in meinem Leben machen?“ und „Was sind meine Träume für die Zukunft?“, sollten wir Gott fragen, was Er möchte, was Er für unser Leben vorgesehen hat und was Seine Pläne für unsere Zukunft sind.
Der Erfinder bietet den Sinn der Erfindung. Als Thomas Edison die Glühbirne erfand, wusste er, was ihr Sinn sein würde. Wenn du vor einem unbekannten Objekt stehst oder einem Objekt, von dem du nicht weißt, wie du es bedienen sollst, dann kannst du es herausfinden, indem du mit dem Erfinder sprichst oder die Bedienungsanleitung liest.
Was sind die Risiken, wenn wir ein unbekanntes Objekt benutzen würden, wenn wir nicht die Bedienungsanleitung gelesen hätten? Wir könnten
das Objekt beschädigen oder zerstören,
in Gefahr geraten,
es auf die falsche Weise gebrauchen.
Die Bibel ist eine Bedienungsanleitung, in der Gott erklärt, wofür wir erschaffen sind und wie wir funktionieren. Deshalb ist es sehr wichtig, dass wir sie lesen. Da viele von uns die Bibel nicht kennen, misstrauen wir unserer Bedeutung und unserem Sinn. Um diese Grenzen zu überwinden, lies den Anhang dieser Lektionen.
Wenn Gott uns mit einem Sinn erschaffen hat, bedeutet das, dass wir kein Zufall sind. Er hat unser Leben geplant. Lies Psalm 139,1-24, besonders die Verse 13 und 16 und beachte das Folgende:
Gott weiß alles über uns (V. 1-4);
Es ist unmöglich, sich vor Gott zu verstecken (V. 7-12);
Gott hat uns geschaffen, hat den Prozess der Schwangerschaft im Mutterleib geführt, und unsere Geschichte geplant (V. 13-16).
Aufgabe: Wenn ich kein Zufall bin …
Der Fakt, dass wir kein Zufall sind, sondern geplant von Gott, hat einige „Auswirkungen“ auf unser Leben. Bearbeite die folgende Aufgabe: Ordne jeder Aussage den passenden Begriff aus der Liste zu (jedes winzige Detail, die Persönlichkeit, den Ort, die Zeit, wie, Begabungen) und reflektiere über die einzelnen Auswirkungen.
Gott bestimmte … meines Körpers.
Gott bestimmte … die ich haben würde.
Gott gab mir eine einzigartige …
Gott bestimmte … meiner Geburt.
Gott plante, wo ich geboren bin, lebe und leben werde.
Gott bestimmte, … ich geboren wurde.
Zuordnung: 1) den Ort, 2) die Zeit, 3) jedes winzige Detail, 4) die Persönlichkeit, 5) Begabungen, 6) wie.true
Die Erkenntnis, dass wir nicht zufällig existieren, kann unser Leben grundlegend verändern. Sie kann uns helfen, uns selbst anzunehmen, ohne von Komplexen und Traumata belastet zu sein. Darüber hinaus kann sie uns dazu ermutigen, Gott zu erlauben, Veränderungen in uns vorzunehmen, wenn er es für richtig hält.
Wenn Gott der Autor des Lebens ist, sollten wir das Leben so sehen, wie Er es sieht. Wie sieht Gott das Leben? Drei Aussagen können wir darüber treffen:
1. Dieses Leben ist Vorbereitung auf die Ewigkeit
Unsere Existenz geht über das Leben hier hinaus. Obwohl unser Leben vorübergehend ist, sind wir dazu bestimmt, für immer zu existieren. Der Tod markiert nicht das Ende, sondern den Übergang in die Ewigkeit. In der Ewigkeit gibt es nur zwei Möglichkeiten: die Gegenwart oder die Abwesenheit Gottes. Welche Option auf dich zutrifft, hängt davon ab, wie du dich in diesem Leben zu Gott stellst. Wenn du hier mit ihm bist, wirst du auch dort mit ihm sein. Wenn du hier ohne ihn bist, wirst du auch dort ohne ihn sein. Daher sollte die Perspektive auf die Ewigkeit unsere Werte und Prioritäten im Leben beeinflussen und verändern.
Aber seit ich Christus kenne, ist für mich alles wertlos, was ich früher für so wichtig gehalten habe.
Philipper 3,7
Wie verändert die Perspektive von Ewigkeit unser Leben bezüglich unserer Werte und Prioritäten?
2. Dieses Leben auf der Erde ist ein Test
Die Bibel enthält einige Geschichten, die zeigen, dass Gott die Menschen testet. Der erste und größte Test war der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse im Garten Eden; ein Test, den Adam und Eva nicht bestanden haben.
… er wollte prüfen, wie es in seinem Herz aussah.
2. Chronik 32,31
Gott prüft uns, um uns unseren Charakter zu zeigen und ihn dahingehend zu verändern, dass er dem von Christus mehr ähnelt (Epheser 4,13).
Wie hat Gott dich in deinem Alltag getestet?
3. Das Leben auf der Erde ist eine Position des Vertrauens
Gott ist der Besitzer von allem und jedem.
Dem Herrn gehört die ganze Welt und alles, was auf ihr lebt.
Psalm 24,1
Dennoch hat Gott uns die Verwaltung des Lebens auf der Erde anvertraut. Das ist das Konzept von Gottes Verwaltung. Der Verwalter verwaltet das Vermögen seines Chefs, doch er ist nicht der Besitzer dessen. Deshalb ist er verantwortlich für alles, was er tut. Dies ist in dem Gleichnis von den anvertrauten Talenten thematisiert.
Lies Matthäus 25,14-30 und beachte:
Der Herr vertraut sein Vermögen seinen Knechten mit zwei Erwartungen an: die Knechte sollen damit wirtschaften und es vermehren.
Die Knechte waren verantwortlich für den Herrn und dafür, was sie mit seinem Vermögen taten.
Der Knecht, der entsprechend den Erwartungen des Herrn handelte, wurde belohnt. Derjenige, der dies nicht tat, wurde bestraft.
Gott gab uns unser Leben mit einigen Erwartungen.
Wir werden vor Gott dafür verantwortlich sein, was wir mit unserem Leben tun.
Wir werden belohnt werden, wenn wir nach seinen Erwartungen handeln, und wir werden bestraft werden, wenn wir dies nicht tun. Das klingt für uns vielleicht hart, aber wenn wir jemandem etwas wirklich Wertvolles anvertrauen, dann möchten doch auch wir, dass die Person damit gut umgeht.
Gottes Erwartungen sind mit seinem Ziel für unser Leben verbunden. Das Leben, das wir erhalten haben, muss multipliziert / vervielfacht werden in andere, damit sie auch Christus kennenlernen, verändert werden und Gott die Ehre geben.
Was sind Gottes Erwartungen für unser Leben? In anderen Worten, was sind seine Ziele für unser Leben? Das größte Ziel aller Schöpfung ist, die Herrlichkeit Gottes zu zeigen und Ihn zu ehren. Dies steht geschrieben in Römer 11,36:
Denn alles kommt von ihm, alles lebt durch ihn, alles vollendet sich in ihm. Ihm gebühren Lob und Ehre in alle Ewigkeit! Amen.
Römer 11,36
Wie können wir Gottes Herrlichkeit zeigen und ihn verherrlichen / ehren? Durch Erreichen seines Zieles für unser Leben. Das ist es, was wir von nun an lernen werden. Um zu Gottes Ehre zu leben, erfordert es Veränderungen in deinem Leben. Du wirst dich zwischen „für dich selbst leben“ und „für Gott leben“ entscheiden müssen. Es gibt keinen Mittelweg. Jesus hat es so ausgedrückt:
Denn wer sich an sein Leben klammert, der wird es verlieren. Wer aber sein Leben für mich und für Gottes rettende Botschaft aufgibt, der wird es für immer gewinnen.
Markus 8,35
Wie entscheidest du dich?
Ich liebe die Bibel
Die Bibel ist das Wort Gottes. Sie ist eine Sammlung von Büchern, die die Botschaft beinhalten, dass Gott mit uns Menschen kommunizieren möchte. Doch wie kam sie zu uns? Auf welchem Weg hat das Wort Gottes unsere westliche Welt erreicht?
Es war ein langer und komplexer Prozess. Aber lass es uns vereinfachen. Damit die Bibel zu uns kommen konnte, musste sich zuerst Gott selbst offenbaren. Laut dem Wörterbuch bedeutet „offenbaren (reveal)“ „den Schleier zu lüften (remove the veil)“, „entdecken“, „aufdecken“. Es hat auch die Bedeutung „es bekannt machen (make it known)“, „erklären (declare)“, „offenlegen (disclose)“. Wenn Gott nicht zu erkennen war, wie konnten wir ihn dann kennenlernen? Das erklärt, warum der erste Schritt darin bestand, dass er sich selbst offenbarte.
Wie hat er das getan? Durch die Schöpfung, menschliches Gewissen und die Geschichte, besonders bei Israel, Jesus und die Geschichte der Kirche.
Gott ist zwar unsichtbar, doch an seinen Werken, der Schöpfung, haben die Menschen seit jeher seine ewige Macht und göttliche Majestät sehen und erfahren können. Sie haben also keine Entschuldigung [für ihr böses Verhalten].
Römer 1,20
Obwohl die anderen Völker Gottes Gesetz nicht haben, gibt es unter ihnen doch Menschen, die von sich aus danach leben. Daran zeigt sich, dass sie Gottes Gebote in sich tragen, auch wenn sie diese gar nicht kennen. Durch ihr Handeln beweisen sie, dass die Forderungen des Gesetzes in ihre Herzen geschrieben sind. Das wird ihnen durch ihr Gewissen und auch durch ihre Gedanken bestätigt, die sie entweder anklagen oder freisprechen. All dies ist den Menschen jetzt noch verborgen, aber es wird einmal sichtbar und offenkundig werden, und zwar an dem Tag, an dem Gott durch Jesus Christus die Menschen richten wird.
Römer 2,14-15
Kein Mensch hat jemals Gott gesehen. Doch sein einziger Sohn, der selbst Gott ist und in enger Gemeinschaft mit dem Vater lebt, hat ihn uns gezeigt.
Johannes 1,18
Der zweite Schritt des Prozesses war die Offenbarung, die unter Gottes Inspiration aufgezeichnet wurde. Die Bedeutung des Wortes Inspiration auf Griechisch (Sprache des NT) ist „pusten“. Dies bedeutet, dass der Prozess der Aufzeichnung der Offenbarung von Gott geführt wurde. Die Bibel sagt:
Die ganze Heilige Schrift ist von Gott eingegeben.
2. Timotheus 3,16
Doch vergesst vor allem eines nicht: Kein Mensch kann jemals die prophetischen Worte der Heiligen Schrift aus eigenem Wissen deuten. Denn niemals haben sich die Propheten selbst ausgedacht, was sie verkündeten. Immer trieb sie der Heilige Geist dazu, das auszusprechen, was Gott ihnen eingab.
2. Petrus 1,20-21
Der dritte Schritt des Prozesses war, alle schriftlichen Manuskripte zu sammeln. Die Theologie nennt diesen Schritt „Kanonisierung“. „Kanon“, ein altes griechisches Wort, das „Maßstab“ bedeutet. Es verweist auf das „Maßband“ der damaligen Zeit.
Bevor die verschiedenen Manuskripte in der Heiligen Sammlung erfasst wurden, wurden sie beurteilt. Dies geschah erstmals mit dem Alten Testament und später mit dem Neuen Testament. Dies waren die verwendeten Kriterien, um die Bücher des Neuen Testaments zu „bemessen“:
Wurden sie von einem Apostel oder jemandem, der einem Apostel nahesteht, verfasst?
Wurden sie im ersten Jahrhundert nach Christus verfasst?
Wurde sie weitreichend akzeptiert und unter der christlichen Kirche verbreitet?
Hat sie einen kohärenten Inhalt zum Alten Testament und der Apostolischen Glaubenslehre? Also steht sie damit in Verbindung?
Der vierte und letzte Schritt war die Übersetzung in Landessprachen / einheimische Sprachen. Das Alte Testament war ursprünglich auf Hebräisch und Aramäisch verfasst. Das Neue Testament war in Griechisch geschrieben. Eine der ersten Übersetzungen war das Alte Testament, auch Hebräische Bibel genannt. Die Griechen nennen dies Septuaginta. Eine weitere wichtige Übersetzung war die Vulgata. Dies ist die gesamte Bibel auf Latein. Heutzutage haben wir viele verschiedene Versionen der Bibel (in Englisch wie auch in Deutsch), die in ihrem Sprachverständnis variieren. Deshalb darfst du dich an dem Privileg erfreuen, Gottes Wort zur Verfügung zu haben und es studieren zu können. Dein Leben wird sich tiefgehend verändern.
Zahlen der Bibel
Verfasst in einem Zeitraum von 1500 Jahren
Verfasst von mehr als 40 verschiedenen Autoren – Bauern und Königen
Ursprünglich in 3 Sprachen verfasst
In mehr als 2400 Sprachen übersetzt
Beinhaltet 66 Bücher, 1189 Kapitel und 31.105 Verse
Wie sind die Bücher der Bibel organisiert?
Altes Testamenttrue
Pentateuch: Genesis bis Deuteronomium
Historie: Josua bis Esther
Poetik: Hiob bis Hoheslied
Prophetie: Jesaja bis Maleachi
Neues Testamenttrue
Evangelium: Matthäus bis Johannes
Briefe: Römer bis 3. Johannes
Prophetie: Offenbarung
Meist verwendete deutsche Bibelübersetzungen
HFA – Hoffnung für alle
LUT – Lutherbibel
ELB – Elberfelder
SCH – Schlachter
NGÜ – Neue Genfer Übersetzung
Neues Leben