Zur Mission berufen
Du bist zur Mission berufen worden. Gott arbeitet in der Welt und Er möchte, dass du dich Ihm anschließt. Ein Christ zu sein beinhaltet, in die Welt gesandt zu sein als ein Botschafter von Jesus Christus. Gott möchte die Menschen vor Satan retten und sie mit sich versöhnen, um den Zweck zu erfüllen, für den Er uns erschaffen hat.
Lies den Abschnitt in 2. Korinther 5,18-20:
Dieses neue Leben kommt allein von Gott, der uns durch das, was Christus getan hat, zu sich zurückgeholt hat. Und Gott hat uns zur Aufgabe gemacht, Menschen mit ihm zu versöhnen. Denn Gott war in Christus und versöhnte so die Welt mit sich selbst und rechnete den Menschen ihre Sünden nicht mehr an. Das ist die herrliche Botschaft der Versöhnung, die er uns anvertraut hat, damit wir sie anderen verkünden. So sind wir Botschafter Christi, und Gott gebraucht uns, um durch uns zu sprechen. Wir bitten inständig, so, als würde Christus es persönlich tun: Lasst euch mit Gott versöhnen!
2. Korinther 5,18-20
Welches ist das wichtigste Wort in diesem Abschnitt?
Über die Versöhnung lehrt uns dieser Abschnitt, dass…
… Gott die Welt durch Christus mit sich selbst versöhnt
… Gott an die bereits Versöhnten den Auftrag gab, selbst die Botschaft der Versöhnung zu verkünden
… Gott den Aufruf zur Versöhnung in die ganze Welt macht, und zwar durch die, die bereits mit Ihm versöhnt sind
… wir die Welt anflehen müssen, sich mit Gott zu versöhnen.
Wenn es tatsächlich so ist, dass wir Botschafter Gottes sind, haben wir eine wichtige Mission zu erfüllen. Eigentlich ist unsere Mission eine Weiterführung der Mission Jesu auf Erden. In Apostelgeschichte 1,1-2 schreibt Lukas, was er bereits im vorangestellten Lukas-Evangelium folgendes schrieb: „…was Jesus von Anfang an tat und lehrte, bis zu dem Tag, an dem er in den Himmel auffuhr, nachdem er seinen erwählten Aposteln durch den Heiligen Geist weitere Anweisungen erteilt hatte.“
Das Buch der Apostelgeschichte bezieht sich darauf, was Jesus immer wiederholte: Er lehrte seine auserwählten Apostel und instruierte sie, bevor er zum Himmel auffuhr. Als „Erbe“ der Apostel müssen wir diese Mission heute weiterführen. Das Versprechen und den Auftrag, welche die Apostel durch Jesus erhalten haben, behält auch für uns Gültigkeit:
Aber wenn der Heilige Geist über euch gekommen ist, werdet ihr seine Kraft empfangen. Dann werdet ihr von mir berichten - in Jerusalem, in ganz Judäa, in Samarien, ja bis an die Enden der Erde.
Apostelgeschichte 1,8
Als Botschafter Christi haben wir das Privileg, für Gott und mit Gott zu arbeiten. Der Apostel Paulus schrieb in 1. Korinther 3,9 „Denn wir sind Gottes Mitarbeiter“. Das griechische Wort für „Mitarbeiter“ (Engl. «co-worker») ist „sinergoi“, was verwandt ist mit Synergie; also eine gemeinsame Anstrengung, um eine Aufgabe zu erfüllen. Wenn es zu einer Synergie kommt, ist das Ganze größer als die Summe der einzelnen Teile. Zum Beispiel kann ein Pferd allein zwei Tonnen Holz ziehen, zwei Pferde zusammen jedoch nicht vier, sondern sechs Tonnen. Da wir Gottes Mitarbeiter sind und mit Ihm in Synergie arbeiten, ist das, was wir gemeinsam mit Ihm tun, in der Tat sehr relevant. Durch die Synergie bekommt das, was Er tut, noch größere Auswirkungen.
Der Wert der Mission, welche wir gemeinsam mit Gott ausführen, hat Ewigkeitswert und ist somit wichtiger als alles andere. Jesus sagte: „Sammelt keine Reichtümer hier auf der Erde an, wo Motten oder Rost sie zerfressen oder Diebe einbrechen und sie stehlen können. Sammelt eure Reichtümer im Himmel, wo sie weder von Motten noch von Rost zerfressen werden und vor Dieben sicher sind.“ (Matthäus 6,19-20). Es ist uns klar, was die Reichtümer auf der Erde sind. Was jedoch sind die Reichtümer im Himmel?
Unter anderem sind unsere himmlischen Schätze all jene Menschen, die durch unser Mitwirken in den Himmel kommen. Ist das nicht viel mehr wert als Geld oder Materielles? Das Beste, was du für jemand anderen tun kannst, ist ihm zu erzählen, wie er ewiges Leben bekommt.
Gottes Zeitplan, die Geschichte zu vollenden, ist verbunden mit dem Vollenden unseres Auftrags. Jesus sagte in Matthäus 24,14, dass das große Zeichen, welches seinem Wiederkommen vorausgehen würde, das Predigen des Evangeliums auf der ganzen Welt zu allen Nationen sein wird. Petrus schrieb auch in seinem zweiten Brief:
Es ist aber nicht so, dass der Herr seine versprochene Wiederkehr hinauszögert, wie manche meinen. Nein, er wartet, weil er Geduld mit uns hat. Denn er möchte nicht, dass auch nur ein Mensch verloren geht, sondern dass alle Buße tun und zu ihm umkehren. (…) Ihr solltet diesen Tag erwarten und ihn herbeisehnen - den Tag, an dem Gott den Himmel in Brand setzt und die Elemente in den Flammen zerschmelzen.
2. Petrus 3,9-12
Fragen zum Nachdenken
Welcher Grund wird in diesem Abschnitt genannt, warum Jesus noch nicht wiedergekommen ist, wie Er es versprochen hat?
Wie können wir Jesu Wiederkommen beschleunigen?
Jesus ist noch nicht wiedergekommen, weil Er allen verlorenen Menschen die Möglichkeit zur Rettung schenken möchte. Wir können das Wiederkommen Jesu mit dem Verkünden des Evangeliums an die Verlorenen beschleunigen.
Die Erfüllung deines Auftrags verlangt von dir, deine persönlichen Pläne aufzugeben und Gottes Plan für dein Leben anzunehmen. Das beinhaltet auch Verzicht – ein von Jesus oft erwähnter Aspekt. Ein Beispiel dieses Verzichts ist in Lukas 9,57-62 nachzulesen:
Unterwegs sagte einer der Jünger zu Jesus: »Ich will mit dir gehen, wohin du auch gehst.« Aber Jesus hielt ihm entgegen: »Füchse haben ihren Bau und Vögel haben Nester, doch der Menschensohn hat keinen Ort, an dem er sich ausruhen kann.« Zu einem anderen sagte er: »Komm, folge mir nach.« Dieser jedoch antwortete: »Herr, lass mich zuerst noch nach Hause gehen und meinen Vater begraben.« Jesus erwiderte: »Lass die Menschen, die nicht nach Gott fragen, für ihre Toten sorgen. Deine Aufgabe ist es hinzugehen und das Kommen des Reiches Gottes zu verkündigen.« Ein anderer sagte: »Ja, Herr, ich will mit dir gehen, aber lass mich zuerst noch von meiner Familie Abschied nehmen.« Doch Jesus sagte: »Wer eine Hand an den Pflug legt und dann zurückschaut, ist nicht geeignet für das Reich Gottes.«
Lukas 9,57-62
Mission ist nicht etwas, das wir unserem Leben hinzufügen. Es ist unser Leben. Unsere Kirche bietet uns durch die Zellgruppen unzählige Möglichkeiten dazu.
Gott gab dir eine Botschaft des Lebens, die es zu Teilen gilt. Diese beinhaltet:
Dein Zeugnis, also die Geschichte deiner Beziehung zu Jesus. Erinnerst du dich daran, was du im ersten Kurs „Lead 1“ verfasst hast? Nimm es hervor und brauche es, um damit zu evangelisieren. Ein Zeugnis besteht aus drei Teilen: (1) Dein Leben vor deiner Umkehr zu Christus, (2) Deine Umkehr zu Christus, (3) Dein Leben nach deiner Umkehr zu Christus.
Deine Lebensschule: Die wichtigsten Erkenntnisse, welche Gott dir schon gezeigt hat. Was hat Gott dir bereits durch deine Lebenserfahrung offenbart?
Die gute Nachricht. Was ist die gute Nachricht? Gott versöhnt durch Christus die Welt mit sich selbst, Er rechnet uns unsere Sünden nicht mehr an (2. Korinther 5,19).
Du hast eine Wahl zu treffen: Willst du ein Christ bester Qualität sein oder ein weltlicher Christ?
Wie denkt man als „Christ bester Qualität“ (Engl. «First Class Christian»):
Verändere deine egoistische Denkweise in eine uneigennützige Denkweise.
Beende deine eingeschränkte Denkweise in eine umfassende Denkweise.
Ersetze unmittelbares Denken mit einer ewigen Perspektive.
Höre auf über Ausreden nachzudenken und beginne mit kreativen Wegen, verbindlich zu sein.
Leben in der Bestimmung ist der einzige Weg zu einem erfüllten Leben. Die fünf wichtigsten Fragen des Lebens:
Was ist der Mittelpunkt meines Lebens?
Was ist der Charakter meines Lebens?
Was ist mein Beitrag im Leben?
Was wird die Botschaft meines Lebens sein?
Was wird die Gemeinschaft meines Lebens sein?
Gib dich Gott ganz hin zu seiner Bestimmung für dein Leben!