Der Weg des neuen Lebens – Die Veränderung unseres Charakters und das Weitergeben des Glaubens
Ayrton Senna war einer der größten Rennfahrer aller Zeiten. Er wurde drei Mal Formel-1-Weltmeister und ist auch heute noch eine Legende. Ihn zeichneten zwei besondere Eigenschaften aus. Zum einen war er ein exzellenter Fahrer im Regen, wenn die Rennstrecke nass und rutschig war und er mit Regenbereifung fahren musste. Zum anderen war er ein hartnäckiger und beharrlicher Fahrer. In einigen Rennen lag er weit zurück und musste sich nun irgendwie wieder nach vorn kämpfen. In vielen dieser Rennen hat er es tatsächlich auch geschafft, sich zurückzukämpfen, in einigen sogar bis auf den ersten Platz. Dadurch hat er jedem deutlich gemacht, dass es nicht darauf ankommt, wie das Rennen beginnt, sondern wie es endet.
Frage: Warst du mal in einer Situation, in der du einen schlechten Start hattest, dafür aber gut ins Ziel gekommen bist? Oder andersherum?
Das Leben eines Christen ist wie ein Rennen. Bei diesem Rennen startet jeder von uns gut. Denn letztendlich ist die Umkehr zu Christus die beste Erfahrung, die ein Mensch machen kann. Der Start ist jedoch nicht so sehr von Bedeutung. Worauf es wirklich ankommt, ist, wie wir ans Ziel kommen.
Der Weg zum Ziel des christlichen Lebens ist sehr wichtig, denn wie das Rennen ausgeht, hängt davon ab, wie gut wir laufen. Wenn wir gut rennen, werden wir auch gut ins Ziel kommen. Wenn wir schlecht rennen, werden wir mit einem schlechten Ergebnis oder vielleicht auch gar nicht ins Ziel kommen. Deshalb können wir uns nicht nur damit zufriedengeben, dass wir das Rennen begonnen haben, sondern wir müssen uns auch Gedanken darüber machen, wie wir das ganze Rennen durchhalten und wie wir den Lauf gewinnen.
1. Hindernisse, die uns bei unserem Lauf ins Ziel im Weg stehen
Es gibt auf dem Weg einige Hindernisse, die uns bei unserem Lauf ins Ziel im Weg stehen. Diese Hindernisse wird es immer geben. Sie werden auch Feinde des christlichen Lebens genannt. Diese Hindernisse sind: die Welt, das Fleisch und der Teufel. Bevor wir zu Jesus umgekehrt sind, waren sie unsere Verbündeten. Doch jetzt, wo wir die Seite zu Jesus gewechselt haben, sind sie zu unseren Gegnern geworden. Paulus schreibt:
Auch euch hat er mit Christus lebendig gemacht, obwohl ihr durch eure Sünden und Verfehlungen tot wart. Darin habt ihr früher gelebt, abhängig vom Zeitgeist der Welt, abhängig von der Geistesmacht, die in der Luft herrscht und jetzt noch in den Menschen wirksam ist, die Gott nicht gehorchen wollen. Zu ihnen haben wir früher auch gehört und wurden wie sie von unseren Begierden beherrscht. Wir lebten unsere Triebe und Ideen aus, denn das war unsere Natur. Deshalb waren wir wie alle anderen dem Zorn Gottes ausgeliefert.
Epheser 2,1-3
a. Die Welt
Was ist die Welt?
Das Wort meint hier nicht den Planeten, auf dem wir leben, oder die Gesellschaft, deren Teil wir sind, sondern es meint ein System aus Prinzipien und Praktiken, welche entgegen Gottes Willen sind.
Um es mit anderen Worten zu sagen: Die Welt ist der Lebensstil, den die Menschen führen, die Gott nicht kennen. Ein Lebensstil, der durch Filme, Fernsehsendungen, Zeitschriften, Musik, soziale Medien verbreitet wird. In den Medien finden wir viele Beispiele und Anreize für ein Leben, welches zwar voller „Befriedigung“, aber ohne Gott ist.
Wenn wir zu Jesus umkehren, sind wir kein Teil der Welt mehr, sondern wir gehören zu Gott. Jesus hat über seine Jünger gesagt:
Sie gehören nicht zur Welt, genauso wie ich nicht zu ihr gehöre.
Johannes 17,16
Der Widerspruch zwischen der Welt und Gott ist so groß, dass Jakobus erklärt:
Ihr Ehebrecher, wisst ihr nicht, dass Freundschaft mit der Welt Feindschaft mit Gott ist? Wer der Welt Freund sein will, der wird Gottes Feind sein.
Jakobus 4,4
Und der Apostel Johannes schreibt:
Hängt euer Herz nicht an die Welt und an nichts, was zu ihr gehört! Wenn jemand die Welt liebt, hat er keinen Platz für die Liebe zum Vater.
1. Johannes 2,15
Wie kann man gegen die Welt gewinnen?
Wenn die Welt ein System aus Prinzipien und Praktiken gegen Gottes Willen ist, wird dieser Kampf zuerst mit unserem Geist, unseren Gedanken geführt. Wenn wir weltlich denken, werden wir auch weltlich handeln. Wenn wir so denken, wie Gott es sich wünscht, werden wir auch nach seinem Willen leben. Das bedeutet, dass der Sieg über die Welt mit der Veränderung unserer Gedanken beginnt. Paulus schreibt:
Und richtet euch nicht nach den Maßstäben dieser Welt, sondern lasst die Art und Weise, wie ihr denkt, von Gott erneuern und euch dadurch umgestalten, sodass ihr prüfen könnt, ob etwas Gottes Wille ist – ob es gut ist, ob es Gott gefallen würde und ob es zum Ziel führt!
Römer 12,2
Wie verändert man sein Denken? Das geht, indem man sich mit Gedanken „füttert“, die mit Gottes Wort übereinstimmen und nicht im Gegensatz zu ihm stehen. In der Bibel steht:
Dein Wort habe ich im Herzen verwahrt, weil ich nicht gegen dich sündigen will.
Psalm 119,11
Das Wort Gottes hat die Kraft, unser Denken zu verändern. Über diese Kraft schreibt der Autor des Hebräerbriefs:
Das Wort Gottes ist lebendig und wirksam. Es ist schärfer als das schärfste zweischneidige Schwert, das die Gelenke durchtrennt und das Knochenmark freilegt. Es dringt bis in unser Innerstes ein und trennt das Seelische vom Geistlichen. Es richtet und beurteilt die geheimen Wünsche und Gedanken unseres Herzens.
Hebräer 4,12
b. Das Fleisch
Was ist das Fleisch?
In unserem Zusammenhang meint es nicht den menschlichen Körper, sondern die menschliche Natur mit ihrem Hang zur Sünde. Die Bibel zeigt uns, was das Fleisch ist:
Jahwe aber sah, wie groß die Bosheit der Menschen auf der Erde war. Ihr ganzes Denken und Streben, alles, was aus ihrem Herzen kam, war immer nur böse.
1. Mose 6,5
Das Fleisch ist ein „innerer“ Gegner, der bei uns ist, egal wo wir sind. Es ist seit unserer Geburt da. Jedoch kommt mit unserer Umkehr zu Jesus auch der Heilige Geist in unser Leben. Und weil das Fleisch und der Heilige Geist zwei entgegengesetzte Kräfte sind, startet in uns ein Kampf. Was ist das Ziel dieses Kampfes? Die Kontrolle über unseren Willen. Wenn das Fleisch diesen Kampf gewinnt, ist das Ergebnis Sünde. Wenn unser Wille aber vom Heiligen Geist bestimmt wird, ist das Ergebnis davon „Heiligkeit“. Paulus hat darüber im Galaterbrief geschrieben (menschliche Natur = Fleisch):
Ich will damit nur sagen: Lasst den Geist Gottes euer Leben bestimmen, dann könnt ihr den Begierden in euch widerstehen. Denn die menschliche Natur widerstrebt dem Geist Gottes und der Geist Gottes ebenso der menschlichen Natur. Beide stehen gegeneinander, damit ihr nicht einfach macht, was ihr wollt. Wenn ihr aber vom Geist geführt werdet, steht ihr nicht mehr unter Gesetz. Was die menschliche Natur erzeugt, ist offensichtlich: sexuelle Unmoral, Unsittlichkeit und Ausschweifung, Götzendienst und Zauberei, Feindseligkeit, Streit und Eifersucht, Zornausbrüche, Intrigen, Zwistigkeiten und Spaltungen, Neidereien, Sauforgien, Fressgelage und ähnliche Dinge. Ich warne euch, wie ich das schon früher getan habe: Wer so lebt, wird in Gottes Reich keinen Platz haben. Doch die Frucht, die der Geist wachsen lässt, ist: Liebe, Freude, Frieden, Geduld, Freundlichkeit, Güte, Treue, Sanftmut und Selbstbeherrschung. Dagegen hat das Gesetz nichts einzuwenden. Die, die zu Jesus Christus gehören, haben ja das eigene Ich mitsamt den Leidenschaften und Begierden gekreuzigt. Wenn wir also durch den Geist Gottes das neue Leben haben, dann wollen wir es auch in diesem Geist führen.
Galater 5,16-25
Wie gewinnt man gegen das Fleisch?
Paulus gibt uns dazu einen Tipp:
Täuscht euch nicht: Gott lässt sich nicht verspotten! Was der Mensch sät, wird er auch ernten. Wer auf sein Eigenleben sät, wird davon das Verderben ernten. Wer jedoch auf den Geist sät, wird davon das ewige Leben ernten.
Galater 6,7-8
Deshalb nutzen wir, wenn wir das Fleisch besiegen wollen, eine ganz ähnliche Strategie wie beim Kampf gegen die Welt. Wir müssen auf dem Boden des Heiligen Geistes säen und unsere Seele mit dem Wort Gottes füttern. Das können wir durch das Lesen der Bibel oder guter christlicher Bücher tun; durch christliche Videos und Musik; durch christliche Freundschaften und erbauende Gespräche; durch die Teilnahme an Gottesdiensten und anderen Gemeindeveranstaltungen.
Außerdem sollten wir nicht auf unser Fleisch säen. Wir sollten unsere sündige Natur nicht noch mit dem füttern, was uns die Welt anbietet. Wenn wir Weltliches lesen, sehen, hören und anschauen, dann füttern wir unseren Verstand mit banalem weltlichem Inhalt, und das stärkt letztendlich unser Fleisch. Beim Kampf zwischen unserem Fleisch und dem Heiligen Geist gewinnt der, den wir mehr und besser „gefüttert“ haben.
c. Der Teufel
Wer ist der Teufel?
In Epheser 2,2 wird der Teufel als „Geistesmacht, die in der Luft herrscht und jetzt noch in den Menschen wirksam ist, die Gott nicht gehorchen wollen“, beschrieben. Der Teufel ist ein bösartiger Geist, der sich Gott und seinen Kindern entgegenstellt. Er wird auch Satan genannt, was so viel wie Gegner oder Widersacher bedeutet. Jesus hat ihn folgendermaßen beschrieben:
Er war von Anfang an ein Mörder und hat die Wahrheit immer gehasst, weil keine Wahrheit in ihm ist. Wenn er lügt, entspricht das seinem ureigensten Wesen. Er ist der Lügner schlechthin und der Vater jeder Lüge.
Johannes 8,44
In Offenbarung 12 steht geschrieben:
Der große Drache, die uralte Schlange, die auch Teufel oder Satan genannt wird und die ganze Menschheit verführt hatte, wurde mit all seinen Engeln auf die Erde hinabgestürzt.
Offenbarung 12,9
Der Teufel attackiert die Menschen in der Welt und die Kinder Gottes und verführt sie zur Sünde. Dafür benutzt er clevere Strategien, die man auch Versuchungen nennt. Deshalb warnt uns der Apostel Paulus:
Gebt dem Teufel keinen Raum in euch!
Epheser 4,27
Und der Apostel Petrus schreibt:
Seid nüchtern und wachsam! Euer Todfeind, der Teufel, streicht wie ein brüllender Löwe herum und sucht nach einem Opfer, das er verschlingen kann.
1. Petrus 5,8
Wie kann man gegen den Teufel gewinnen?
Jesus hat gegen den Teufel gewonnen, indem er Gottes Wort benutzt hat, wie wir in Matthäus 4,1-11 nachlesen können. Hier sehen wir wieder einmal, was die Bibel für eine großartige Waffe in unseren Händen ist, wenn wir gegen die Gegner des christlichen Lebens kämpfen. In den drei Situationen, als Jesus versucht wurde, hat er immer zurückgeschlagen, indem er gesagt hat: „Es steht geschrieben…“ (V. 4,7,10).
Neben der Bibel hat Gott uns aber auch noch andere Waffen im Kampf gegen den Teufel gegeben. Paulus schreibt:
Und schließlich: Lasst euch stark machen durch den Herrn, durch seine gewaltige Kraft! Zieht die volle Rüstung Gottes an, damit ihr den heimtückischen Anschlägen des Teufels standhalten könnt. Wir kämpfen ja nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut, sondern gegen dämonische Mächte und Gewalten, gegen die Weltherrscher der Finsternis, gegen die bösartigen Geistwesen in der unsichtbaren Welt. Greift darum zu den Waffen Gottes, damit ihr standhalten könnt, wenn der böse Tag kommt, und dann, wenn ihr alles erledigt habt, noch steht! Steht also bereit: die Hüften umgürtet mit Wahrheit; den Brustpanzer der Gerechtigkeit angelegt; die Füße mit der Bereitschaft beschuht, die gute Botschaft vom Frieden mit Gott weiterzutragen! Greift vor allem zum Großschild des Glaubens, mit dem ihr die Brandpfeile des Bösen auslöschen könnt. Setzt auch den Helm des Heils auf und nehmt das Schwert des Geistes, das Wort Gottes, in die Hand! Und betet dabei zu jeder Zeit mit jeder Art von Gebeten und Bitten in der Kraft des Heiligen Geistes, und seid dabei wachsam und hört nicht auf, für alle Gläubigen zu beten.
Epheser 6,10-18
Letztlich schreibt Jakobus:
So unterwerft euch nun Gott, widersteht aber dem Teufel! Der wird dann von euch fliehen.
Jakobus 4,7
2. Weitergeben des Glaubens
Mutter Theresa war eine der größten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts. Sie zeichnete sich durch ihren Einsatz für die Armen und Bedürftigen dieser Welt aus, besonders in Indien. 1979 bekam sie für ihre Arbeit den Friedensnobelpreis. Sie ist ein großes Vorbild in Sachen Selbstverleugnung und im Dienst für andere.
Frage: Hattest du schon einmal die Gelegenheit, dich in irgendeiner Form sozial zu betätigen?
Frage: Wie hast du dich danach gefühlt?
Jesus hat gesagt:
Auf dem Geben liegt mehr Segen als auf dem Nehmen.
Apostelgeschichte 20,35
Dieser Satz klingt für die selbstsüchtigen Ohren unserer Gesellschaft wahrscheinlich ziemlich verrückt. Was ist denn wirklich besser? Ein Geschenk zu bekommen oder etwas wegzugeben? Laut Jesus ist es besser zu geben. Warum? Weil wir mindestens zwei Argumente dafür haben.
Normalerweise hat derjenige, der gibt, bereits das, was er benötigt, und kann so mit anderen teilen. Niemand kann etwas geben, was er eigentlich gar nicht hat.
Weil die Handlung des Gebens selbst, wissenschaftlich betrachtet, mehr Erfüllung und Freude in uns auslöst als die Handlung des Nehmens. (Gott hat uns so geschaffen.)
Frage: Was ist das beste Geschenk, das man bekommen kann?
Frage: Was ist das beste Geschenk, das man verschenken kann?
Wenn eine Person nur das geben kann, was sie bereits erhalten hat, ist das beste Geschenk, das man jemandem machen kann, auch gleichzeitig das beste Geschenk, das man erhalten kann, und andersherum.
Um welches Geschenk handelt es sich dabei?
Der Apostel Johannes gibt uns darauf die Antwort:
Denn Gott hat der Welt seine Liebe dadurch gezeigt, dass er seinen einzigen Sohn für sie hergab, damit jeder, der an ihn glaubt, das ewige Leben hat und nicht verloren geht.
Johannes 3,16
Das beste Geschenk, das man bekommen kann, ist die Rettung durch den Glauben an Jesus. Das ist das großartige Geschenk, das Gott der Vater der Welt durch den Tod seines Sohnes gemacht hat.
Frage: Hast du dieses großartige Geschenk von Gott wirklich schon empfangen?
Wenn du dieses Geschenk von Gott schon bekommen hast, ist es das beste Geschenk, welches du weitergeben kannst. Und das erwartet Gott auch von dir. Der Apostel Paulus schreibt:
Aber das alles kommt von Gott, der uns durch Christus mit sich selbst ausgesöhnt und uns aufgetragen hat, anderen mit dieser Versöhnung zu dienen: Gott war in der Person von Christus, als er durch ihn die Menschen mit sich versöhnte. Er rechnete ihnen ihre Verfehlungen nicht an und übergab uns die Botschaft der Versöhnung. So sind wir nun Botschafter für Christus, und es ist Gott, der durch uns mahnt. Wir bitten im Auftrag von Christus: "Nehmt die Versöhnung an, die Gott euch anbietet!"
2. Korinther 5,18-20
Wenn die Bekehrung zu Jesus die größte Freude ist, die man als Mensch erleben kann, ist es eine genauso große Freude, einen anderen Menschen zu Jesus zu führen. Es ist wie die Freude, ein Kind zu bekommen. Schau, wie Paulus hier über einige Leute schreibt, die er zu Jesus geführt hat:
Meine lieben Kinder, euretwegen erleide ich noch einmal Geburtsschmerzen, bis Christus in euch Gestalt gewinnt.
Galater 4,19
Wenn du ein Jünger von Jesus bist, hast du einen Auftrag:
Darum geht zu allen Völkern und macht die Menschen zu meinen Jüngern. Dabei sollt ihr sie auf den Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes taufen und sie belehren, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Und seid gewiss: Ich bin jeden Tag bei euch bis zum Ende der Zeit.
Matthäus 28,18-20
Geht hinaus in die ganze Welt und macht die Freudenbotschaft Gottes allen Menschen bekannt.
Markus 16,15
Vielleicht fragst du dich gerade: „Ich?! Ich habe mich gerade erst bekehrt? Was kann ich denn Menschen schon geben?!“
Du, der sich gerade bekehrt hat, hast anderen Menschen etwas sehr Besonderes zu geben: das Zeugnis (die Geschichte) von deiner Bekehrung. Deswegen haben wir dir in der ersten Lektion gezeigt, wie man sein Zeugnis aufschreibt. Vielleicht möchtest du dich als nächsten Schritt taufen lassen, um deinen Glauben zu verfestigen, dann ist es jetzt der beste Zeitpunkt, dein Zeugnis zu gebrauchen, um das Evangelium von Jesus auf lebendige und praktische Weise an die Leute zu bringen, die du kennst. Paulus hat uns mal als lebendige Briefe bezeichnet. Durch unser Leben können die Menschen das Evangelium von Jesus Christus lesen (2. Korinther 3,2-3).
Das ist auch das, was eine Samariterin tat, nachdem sie eine Begegnung mit Jesus hatte. Sie hat ihr Zeug liegen lassen, ist zurück in ihr Dorf gegangen und hat angefangen, den Leuten zu erzählen:
Da ist einer, der mir alles gesagt hat, was ich getan habe. Kommt mit und seht ihn euch an! Vielleicht ist er der Messias. (…) Viele Samaritaner aus dem Ort glaubten an Jesus, weil die Frau ihnen bestätigt hatte: "Er hat mir alles gesagt, was ich getan habe." (…) Nun glauben wir, weil wir ihn selbst gehört haben und nicht nur aufgrund deiner Worte, sagten sie zu der Frau. Jetzt wissen wir, dass er wirklich der Retter der Welt ist.
Johannes 4,28-42
Diese Frau, die gerade ihre erste Begegnung mit Jesus hatte, hat ihre Erfahrung mit Jesus mit anderen Menschen geteilt. Deshalb konnten viele andere Menschen eine Begegnung mit Jesus haben, und ihr Leben wurde verändert.
Neben dem Zeugnis deiner Bekehrung gibt es einige weitere Wege, um den Glauben mit anderen zu teilen. Wir wollen dir ein einfaches Hilfsmittel vorstellen. Dieses System nennt sich „Die vier Punkte“ (thefour.com/de). Von „The Four“ gibt es Armbänder, die als Aufhänger für ein Gespräch dienen sollen. Auf diesen Armbändern sind vier Symbole zu sehen. Jedes dieser Symbole steht für einen bestimmten Aspekt des Evangeliums.
Zusammenfassung
Der Weg des christlichen Lebens ist eine Reise, die uns zu ständiger Veränderung unseres Charakters und zum ständigen Weitergeben unseres Glaubens auffordert. Ein Christ ist eine „laufende Metamorphose“. Durch unser Leben als Zeugnis beeinflussen wir die Menschen um uns herum. Wie wäre es, so jemand zu sein?
Wir können unsere Rettung in 4 Punkten zusammenfassen
(Quelle: thefour.com/de)
Gott liebt mich – Diese 4 Punkte sind die Grundidee oder eine Art Zusammenfassung der Bibel. Das erste, was wir wissen müssen, ist, dass Gott dich liebt. Seine Liebe hat keine Begrenzungen und ist komplett bedingungslos. Es gibt keine Möglichkeit, ihn dazu zu bringen, dich mehr oder weniger zu lieben. Es gibt nichts, was Gott mehr möchte, als dich zu lieben und von dir geliebt zu werden (Psalm 100,5; 1. Johannes 3,16).
Ich habe gesündigt – Leider sind wir alle durch das, was die Bibel „Sünde“ nennt, von Gottes Liebe getrennt. Vereinfacht ist Sünde die Entscheidung, für sich selbst anstatt für Gott zu leben. Wenn wir sündigen, ignorieren wir Gott, brechen seine Gesetze und leben nach unserem Willen. Sünde zerstört Beziehung zu Freunden und zu Gottes Familie. Die Bibel sagt, dass Sünde im Kern den Tod bringt (Jesaja 59,2; Römer 6,23).
Jesus starb für mich – Der dritte Punkt ist wahrscheinlich der bekannteste der Menschheitsgeschichte, aber er wird oft falsch verstanden. Der Schlüssel dazu ist, zu verstehen, dass die Folge von Sünde der Tod ist. Wir sind alle Sünder und deshalb verdienen wir alle den Tod. Aber Gott liebt uns in seiner Gnade so sehr, dass er Jesus geschickt hat, um für uns zu sterben. Jesus starb, damit wir ewig leben können (1. Johannes 4,9-10; Römer 5,8).
Ich muss mich entscheiden – Gott hat alles getan, um dir zu zeigen, wie wichtig du ihm bist. Nun ist es an dir, dich zu entscheiden. Gott bietet dir das volle Leben für alle Ewigkeit an. Alles, was du tun musst, ist zu akzeptieren, dass du gesündigt hast, ihn um Vergebung zu bitten und dich zu entscheiden, den Rest deines Lebens nur für ihn zu leben (5. Mose 30,19; 1. Johannes 1,9).